Personalentwicklung – mein “Drei Gläser Konzept”

Qualifikation, Engagement, Loyalität

Mein Drei-Gläser-Konzept in der Personalentwicklung

 

Die Personalentwicklung hat in der Entwicklung jedes Unternehmens eine große Bedeutung. Ich unterscheide hier zwischen drei Bereichen.

Im ersten Bereich geht es um die Qualität der Arbeit. Sie muss zum einen ständig erhalten werden, zum anderen muss sie den Entwicklungsplänen der Leitung und den Zielen angepasst werden.

Es geht also um die systematische Entwicklung der Qualifikation.

 

Der zweite Bereich betrifft das Engagement der Mitarbeiter. Wie stark setzen sich die Mitarbeiter _innen für die Erfüllung ihrer Aufgaben ein? Wie sieht ihr Kooperationsverhalten aus? Wie sehr sind sie engagiert?

 

Der dritte Bereich betrifft die innere Einstellung zum Unternehmen und zu den Kolleg_innen. Können die Mitarbeiter_innen sich mit dem Unternehmen identifizieren?

Wie sehr bin ich mit den Zielen, der Philosophie, den Entscheidungen und der Struktur im Unternehmen einverstanden? Wie intensiv beteilige ich mich an Verbesserungsprozessen und wie sehe ich meine Kolleg_innen? Wir sprechen hier von der Loyalität.

In der fortlaufenden Personalentwicklung, aber auch bei der Einstellung von neuem Personal sollte ermittelt werden:

  1. Wie qualifiziert bist du, um die Aufgaben erfüllen zu können, wie können wir deine Stärken weiter entwickeln und sinnvoll einsetzen?
  2. Wie stark ist deine Motivation und wie sehr engagierst du dich für Entwicklungen?
  3. Wie loyal bist du?

Deshalb stelle ich bei Personalentwicklungsgesprächen und bei Einstellungen neuer Mitarbeiter drei Gläser auf den Tisch. Auf ihnen stehen “Qualifikation”, “Engagement” und “Loyalität”. Alle drei Gläser sind normalerweise mit Orangensaft gefüllt. Systematische Personalentwicklung hat das Ziel, dass alle Gläser möglichst immer gut gefüllt sind.

Die Arbeitsqualität

Das Engagement, das bekanntlich den Grad der inneren Motivation im äußeren Verhalten ausdrückt, wird sehr stark durch das Können angetrieben. Je besser wir eine Aufgabe erledigen können, je positiver gehen wir auf sie zu. Je besser wir etwas können, je mehr sind wir an stetiger Verbesserung der Arbeitsqualität und an der Optimierung der Prozesse interessiert. Allerdings sollten die Verbesserungstrainings oder Schulungen auch didaktisch-methodisch geschickt gestaltet werden. Denn Lernen sollte spannend sein, Neugierde wecken und Spaß machen.

Die Beeinflussung unseres Könnens auf unser Engagement

Das bedeutet: Je intensiver und je konstanter wir im Unternehmen das Wissen und das Können fördern, je stärker wird das Engagement & die Identifikation mit dem Unternehmen.  Qualifikation und Können wird durch stetige systematische Personalentwicklung langfristig extrem positiv beeinflusst.

Der Teamkiller Nr. 1

Das dritte Glas “Loyalität” ist eine Frage der Einstellung und des psychologischen Wissens, letztlich auch der Persönlichkeit.

Wenn Mitarbeiter über Kollegen schlecht reden, also lästern, erzeugen sie bei sich selbst, bei anderen und bei den Betroffenen schlechte Gefühle. Sie bremsen den Teamengagement, das Kooperationsverhalten. Lästern ist Teamkiller Nummer eins.

Wenn aber die Mitarbeiter zusätzlich noch über die Strukturen und die Leitung des Unternehmens schlecht reden, werden Entscheidungen mit gezogener Bremse umgesetzt, Strukturen sabotiert, Veränderungen und Verbesserungen zunichte gemacht.

Aus meinen jahrzehntelangen Erfahrungen als Führungstrainer, Coach, Geschäftsführer und Berater kann ich nur raten:

Dulde keine illoyalen Mitarbeiter_innen, verbiete Lästern jeglicher Form und thematisiere die Folgen!

Illoyale Mitarbeiter_innen besitzen kein Engagement und identifizieren sich nicht mit der Unternehemenskultur, sie investieren mehr Energie darin das Schlechte zu suchen und zu verbreiten.  Von dieser Art von Mitarbeiter_innen wird oftmals über längere Zeit hinweg das Feuer des Widerstands und der Unzufriedenheit geschürt, ohne dass die Unternehmens- oder Teamleitung eingreift. Am Ende verlassen diese Personen dann nach Monaten der internen Lästerei und der Vernichtungs-Kampagne selbst das Unternehmen und hinterlassen einen Scherbenhaufen.

Mangelnde Loyalität sollte der Grund für ein klares und gradliniges Vieraugengespräch mit nachvollziehbaren Vereinbarungen sein. Wenn das Verhalten und die Kommunikation sich nicht ändern, trenne Dich von der Person zeitnah. Dies rate ich immer meinen Beratungs- und Coachingkunden.