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10.05.2016
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10.05.2016

Nahezu alle bekannten Signalwege in der Krebszelle werden durch Curcumin gehemmt.

An dieser Stelle möchte ich för Wissensdurstige einen Beitrag von Prof. Aggarwal vom Anderson Cancer Research Institute der Universität Houston, Texas, USA zitieren:

Curcuma longa hemmt Cyclin D1: Cyclin D1 ist ein natürlicher Eiweißfaktor, der den Zellteilungszyklus stimuliert, also die Zellteilungsrate erhöht und somit ein wichtiger Regulator für Zellwachstum ist und unter anderem erhöht bei Brustkrebs, Prostatakrebs, CLL, Plasmazell-Lymphom, Dickdarmkrebs vorgefunden wurde. Deswegen setze ich ProCurmin Complete als anticancerogenes Präparat bei verschiedenen Tumorarten ein.

Curcuma longa senkt C-Jun N-terminal Kinase. Kinasen sind Enzyme, die ATP auf Zieleiweiße übertragen. C-Jun ist ein Transkriptionsfaktor, ein Eiweißprodukt, welches Gene „abliest“ und zu einer Übersetzung in Boten-RNA als Vorlage zu jeder Eiweißsynthese dient, welche wiederum am Zellteilungsprozess beteiligt sind.

Gleiches gilt für die Aktivität der Transkriptionsfaktoren AP1 und NF Kappa-B, welche bei Tumorerkrankungen erhöht sind und durch Curcuma longa erniedrigt werden. Curcuma longa reduziert Cyclooxygenase 2 (COX2), welche aus Arachidonsäure die Bildung von Prostaglandinen verstärkt, welche Zellwucherungsvorgänge verursachen können.

Curcuma longa reduziert die Bildung von MMP 9, einem Matrix-Metalloprotein, welches notwendig ist, das Tumorzellen durch die Doppelmembran des Bindegewebes (Matrix) hindurchbrechen (sich durch die Wand hindurchbohren), um in die Blutgefäße zu gelangen. Das Produkt Pro Curmin complete von der Firma Tisso wird eingesetzt, um das Einbrechen von Metastasenzellen in die Blutbahn und somit deren Ausbreitung einzudümmen.

Curcuma longa hemmt auch die Bildung von Adhäsionsmolekülen. Diese werden von Metastasenzellen benötigt, damit diese nach Eindringen in die Blutgefäße an Fernstellen innerhalb der Gefäße andocken oder anheften können, um dann durch die Gefäßwand hindurch in andere Organe oder Gewebe einzudringen.

Curcuma longa hemmt die Aktivität von uPA (Urikinase Plasminogenaktivator), ein Eiweiß, das für den Durchbruch von Tumorzellen durch die extrazelluläre Matrix (Bindegewebe) in die Blutbahn mitverantwortlich ist.

Curcuma longa erhöht die Levels von p53, einem Tumor-Supressorgen, das in Interaktion mit dem calciumabhängigen tumorzelltoxischen NO-Gas steht. Das gleiche Gas, das Tumorzellen und auch andere Zelltypen produzieren, um intrazelluläre Erreger wie Protozoen, Pilze und Viren zu vernichten und danach den natürlichen und vorprogrammierten Zelltod auszulösen.

Curcuma longa reduziert die Levels von Bcl2, einem Onkogen, dessen Eiweißprodukt an der äußeren Mitochondrienmembran andockt und die Mitochondrienschleusen schließt, was zu einem Zusammenbruch des natürlichen, normalen und vorprogrammierten Todes von veralterten, geschädigten und entarteten Zellen durch den dafür nötigen Calciumeinstrom führt.

Curcuma longa erhöht den programmierten Zelltod (Apoptosis) durch Erhöhung der Levels von Cytochrom C, dem mobilen Elektronenüberträger in der Atmungskette zwischen dem 3. und 4. Komplex in der Atmungskette. Cytochrom wandert in das Zellplasma, und seine Erhöhung löst den Abbau von Zellkern-DNA aus. In Krebszellen liegt ein beschleunigter Abbau von Cytochrom C vor, was zu Störungen in der Atmungskette zwischen Komplex 3 und 4 führt. Interessant dabei ist auch die Tatsache, dass Curcuma longa auch die NO-Synthese anregenden Typ-1-Cytokine TNF und IL12 hemmt, was zu einer antiinflammatorischen Wirkung führt. Curcuma longa hemmt die Synthese des EGF (Epithel Growth Faktor), einem Eiweißmolekül, das Zellteilungsprozesse stimuliert, also wachstumsfördernd ist. Es hemmt gleichzeitig die Rezeptoraufnahme der Zelle von Egr-1 (Epithel Growth Rezeptor), der Andockstelle von EGF (zellteilungserhöhend). 80 Prozent aller Tumore haben epithelialen Ursprung!

Curcuma longa hemmt die Expression von HER 2, einem Rezeptor bei Brustkrebs, der bei jedem 4ten Brustkrebsfall nachgewiesen wurde. Diese Rezeptoren werden durch ein Medikament Namens Herceptin blockiert (Antikörper). Curcuma longa macht dies neben all seinen anderen Tumor hemmenden Eigenschaften ebenso!

Zudem hemmt Curcuma longa die Synthese des Enzymes Decarboxylase, das in Krebszellen erhöht auffindbar ist. Dieses Enzym spaltet in Krebszellen synchron von den Aminosäuren Methionin und Ornitin CO²-Gas ab (Kohlendioxid). Die Molekülbruchstücke daraus (Fragmente) vereinen sich daraufhin zu Spermidin und Spermin. Diese Polyamine stimulieren die unkontrollierte Zellteilung (ähnlich wie Prostaglandin 2).

Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass eine Tumorzelle in einem ursprünglich normalen Zellteilungszyklus feststeckt und nicht mehr zurück schaltet von ATP-Produktion im Zellplasma bei der normalen Zellteilungsphase zurück in die ATP-Produktion in die Mitochondrien nach Abschluss der Zellteilungsphase. Beide Zyklen der ATP-Produktion sind völlig normal, solange die Zelle die Vor- und Rückregulation des Standortes der ATP-Produktion normal reguliert.

Somit ist nach meinem therapeutischen Verständnis und Erfahrung bei einer Krebstherapie wie auch Therapie von Krankheitsbildern mit gestörter Mitochondrienfunktion darauf zu achten, dass es sich nicht um eine Kausaltherapie handelt, sondern um eine immunologische und die Atmungsketten regulierende den Zellteilungszyklus harmonisierende probiologische Therapie. Hierbei werden bei der einem erkrankten Organismus alle essentiellen Mikrobausteine und intrazellulär antioxydativ wirkenden Moleküle sowie die funktionellen Störungen der Atmungskette ausgleichenden Elemente wie auch alle relevanten Stoffwechselvorgänge der Krebszelle hemmenden Eigenschaften zugeführt, ohne unser biologisches Zellsystem zu schädigen.
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Die Firma Tisso – sie liegt im Sauerland – hat ein Kapsel-Präparat entwickelt, das Curcuma longa und einige Gewürze enthält. Nähere Informationen können bei mir abgerufen werden.