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Fettzellen sind lebenswichtig

Wer zu wenig Körperfett hat, kann wesentliche Botenstoffe nicht produzieren. Sehr schlanke Frauen haben häufig eine geringe Produktion von Leptin.

Allerdings ist Leptin wichtig, denn es ist unter anderem der Botenstoff für die Reifung der Eizelle. Leptin wird im Körperfett gebildet und ist somit für die Fruchtbarkeit sehr wichtig.

Körperfett ist aber auch für die Immunabwehr von Bedeutung. Fettzellen mobilisieren und dirigieren die Abwehrzellen. Im Orient werden schlanke Frauen als hässlich und krank empfunden.

Aber Achtung: Zu viel Fettzellen lassen den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen. Der Mensch wird zuckerkrank. Die Fettzellen aktivieren jetzt das Immunsystem ins Grenzenlose und überschwemmen das Blut mit Abwehrzellen, die dem Körperfett unterstellt sind. Das Fett suggeriert eine ständig schwelende Entzündung. Das wiederum sorgt für eine geschwächte Immunabwehr gegenüber Infektionen von außen.

Der Tipp fürs halbe Leben: „Vollschlanke, die Sport teiben, sind meist auf der sicheren Seite“, meint Prof. Rothenbacher. Wichtig ist, dass das Fett nicht am Bauch lagert. Denn aus dem Rettungsring stammen die schlechten Adipoktine und Zytokine, die augenscheinlich für Typ II Diabetes und Arteriosklerose schuldig sind.

Weitere wichtige Fettzellenhormone:
Interleukin-8: dirigiert die weißen Blukörperchen, die Bakterien unschädlich machen.
Cortisol: ist ein Stresshormon; wirkt entzündungshemmend, unterdrückt jedoch die Immunreaktion. Cortisol wird immer gebildet, wenn wir uns ärgern oder wütend sind.