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Ernährungshinweise für mehr Gesundheit und gegen Krebs

Manche Tipps zur Ernährung sind verwirrend und teilweise auch voller Widersprüche. Wir orientieren uns an den Hinweisen der Deutschen Krebsgesellschaft und denen von Dr. Johannes F. Coy. Die Bücher haben die Titel: „Die 8 Anti-Krebs Regeln“ und „Die neue Anti-Krebs Ernährung“, Gräfe und Unzer Verlag, München .

Zucker
Zucker bzw eine kohlenhydratreiche Kost begünstigt das Wachstum von Krebszellen. Nur wenn die Krebszellen über die Nahrung ständig und in großen Mengen Glukose erhalten, können sie das umgebende Gewebe zerstören und Metastasen bilden (F. Coy u.a., Die 8 Antikrebsregeln, S. 21). Denn Krebzellen leben nicht durch die Zellatmung wie gesunde Zehlen, sondern durch Vergärung hauptsächlich von Zucker. Wenn dem Körper über einen gewissen Zeitraum Kohlehydrate vorenthalten werden, sterben Krebszellen sogar ab. Deshalb lautet der wichtigste Tipp: Reduzieren Sie den Konsum von kohlenhydratreichen Speisen und beachten Sie die nachfolgenden Tipps.
a)  Stärkezucker in Gebäck, Brot, Nudeln lässt den Blutzuckerspiel explodieren, fördert den Appetit und sättigt schlecht.
b)  Kristallzucker lässt den Blutzuckerspiegel weniger steigen als Stärke (versteckter Zucker) in Brot, Nudeln und Gebäck.
c)  Zucker, der den Blutzuckerspiegel nicht oder nur wenig ansteigen lässt, sind Galaktose (gibt es in Apotheken) und Isomaltulose (Verbindung aus Glukose und Fruktose). Isomaltulose sorgt für anhaltendes Sättigungsgefühl, regt die Fettverbrennung an, schont die Zähne, im Internet erhältlich)

Fette und Öle
Das wichtigste Fett für den Menschen sind die Omega-3-Fettsäuren. Sie schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, stabilisieren die Psyche und bewahren vor Krebs. Omega-3-Fettsäuren kommen in Pflanzen, vor allem aber in Kaltwasserfischen und in Fleisch von grasfressenden Tieren vor. Wenn Sie Fleisch essen, sollten Sie auf die Tierhaltung achten. Je höher die Weide der Tiere gelegen ist, umso so mehr Kräuter sind in der Nahrung enthalten, was wiederum die Fleischqualität erheblich steigert.
Folgende Fische haben einen hohen Anteil (10% des Körpergewichts) an Fett: Aal, Hering, Makrele, Thunfisch, Lachs, Sardinen.
Omega-6-Fettsäuren sind ebenfalls lebenswichtig, schädigen jedoch, wenn man sehr viel davon verzehrt. Sie sind in Distel- und Sonnenblumenöl und auch in Walnüssen und Walnussöl enthalten. Walnüsse nethalten jedoch auch Omega3-Fettsäuren.

Vitamine
Vitamina A ist hauptsächlich in Fleisch- und Milchprodukten sowie Eiern enthalten. Generell beugt es der Schädigung von Zellen, Zellkernen und Zellmembranen vor. Vitamin A sorgt aber auch für die Ausbildung der Sehpigmente der Netzhaut, Stärkung der körpereigenen Abwehrsysteme, die Regulation des Hormons Testesteron und die Entwicklung der Plazenta in der Schwangerschaft.
Die Carotinoide und auch das Beta-Carotin, das z.B. in Möhren enthalten ist, werden im Dünndarm zu Vitamin A umgewandelt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt statt Unmengen an Karotten eine tägliche Menge Vitmain A.  Für Männer 1 Miligramm, für Frauen 0,8 Miligramm.
Vitamin E ist in Pflanzenölen, Avocados, Grünkohl. Wirsing, Schwarzwurzeln, in Heidelbeeren und schwarzen Johannesbeeren sowie in Haselnüssen  enthalten. Es schützt die Zellmembran und verhindert die übermäßige Bildung von freien Radikalen.
Eine Form des Vitamin E sind Gamma-Tocotrienole. Sie werden derzeit als der wirksamste Anti-Krebs-Stoff bezeichnet. Gama-Tocotrienol hemmt Krebszellen, tötet sie unter Umständen sogar ab und macht sie für Strahlen- und Chemotherapie empfindlich.

Eiweiss
Ebenso wie Fette spielen Eiweiße in unserem Stoffwechsel ein wichtige Rolle (F. Koy, S. 60). Proteine liefern die lebenswichtigen Aminosäuren, die als Bau- und Reparaturstoff der Körperzellen von großer Bedeutung sind. Aminosäuren sind an der Bildung von Hormonen, Abwehrzellen, Muskulatur und Bindegewebe beteiligt. Außerdem sind sie die Vorstufen von Hormonen und Neurotransmittern und für die seelische Verfassung wichtig. Ein Teil der Aminosäuren wird vom Körper selbst hergestellt. Ein anderer Teil muss durch die Nahrung zugeführt werden. Wenn nur eine Aminosäure fehlt, können bestimmte Proteine und Enzyme nicht mehr gebildet werden. Das führt dann zu Erschöpfungszuständen, Konzentrationsstörungen, Zellreparaturstörungen, Schwächung des Immunsystems, vorzeitiges Altern, Parodontose.
Krebspatienten benötigen unbedingt eine ausreichende Versorgung mit essentiellen Aminosäuren. Denn sie sind die Vorstufe für wichtige Enzyme, die „bestimmte Stoffwechsel- und Abwehrmechanismen im Kampf gegen die Krebszellen  überhaupt erst möglich machen“. (F. Koy, S. 62).
Die wichtigsten Eiweißquellen sind Fisch und Fleisch – hier insbesondere aus Wild und Weidetieren. Außerdem sind wichtige Proteinlieferanten natürlich Eier und Milch. Allerdings sollte Milch in Maßen getrunken werden. Denn die darin enthaltene Laktose regt die Bauchspeicheldrüse an und erhöht den Blutzuckerspiegel. Käse hingegen enthält zwar die Nährstoffe der Milch in konzentrierter Form, wirkt jedoch kaum auf das Insulin.

Sekundäre Pflanzenstoffe
Primäre Pflanzenstoffe kommen sowohl in Pflanzen als auch in anderen Gewächsen und in Tieren vor. Das sind Kohlenhydrate, Proteine, Fette und Ballaststoffe. Sekundäre Pflanzenstoffe (SPS) kommen ausschließlich in Pflanzen vor. Sie werden im Verlauf des Wachstums gebildet, um u.a. Farbstoffe herzustellen oder vor Bakterien- und Pilzbefall zu schützen. Es gibt eine Reihe von sekundären Pflanzenstoffen, die für die Gesundheit des Menschen von besonderer Bedeutung sind.

Quercetin…
ist ein Stoff aus der Klasse der Polyphenole mit einer großen antioxidativen und antientzündlichen Wirkung. Quercetin hemmt die Ausbreitung von Metastasen und erhöht die Wirksamkeit der Strahlen- und Chemotherapie. Gute Quercetinquellen sind Zwiebeln, Schnittlauch, frische Preiselbeeren, Quitten, Holunderbeeren, alte Apfelsorten und Schwarze Johannesbeeren.

Resveratrol…
kommt in Himbeeren, Pflaumen und Weintrauben, vor allem aber in Rotwein vor. Resveratrol gehört zu den Flavonoiden und wirkt gegen Pilzbefall und Bakterien. Es unterstützt das Herz-Kreislaufsystem, den Fettstoffwechsel und das Immunsystem. Hemmt die Entstehung von Mutationen und Krebszellen sowie Vermehrung von Herpesviren, schützt nachweislich gegen Brustkrebs und erleichtert generell das Absterben von Krebszellen.

Salvestrole…
schützen Pflanzen vor Krankheitserregern. „Im menschlichen Körper töten sie Tumorzellen ab, ohne dabei gesunde Zellen zu beeinträchtigen.“ (J. F. Koy, S. 79) Durch den Einsatz von Pestiziden bilden neue Züchtungen nur extrem wenig Salvestrole. Deshalb sind Salvestrole heute fast nur noch in biologisch angebautem Gemüse enthalten.
Wir finden Salvestrole in folgenden Gemüsesorten: Artischocken, Auberginen, Avocado, Blattgemüse, alle Kohlsorten, Kürbis, Oliven, Paprika, Sojabohnen, Rauke, Salatgurken, Sellerie, Spargel, Spinat, Wildmöhren, Zucchini.
Zudem stecken Salvestrole in Früchten wie Ananas, Ãpfel, Birnen, Erdbeeren, Feigen, Hagebutten, Himbeeren, Johannisbeeren, Mandarinen, Mangos, Maulbeeren, Melonen, Orangen, Pflaumen, Weintrauben, Wildkirschen.
In Kräuter finden wir Salvesrole hier: Basilikum, Kamille, Löwenzahn, Minze, Petersilie, Rosmarin, Salbei, Thymian, Zitronenverbene.

ACHTUNG, ACHTUNG: Salvestrole sind zwar hitzebestndig, jedoch auch wasserlöslich. Sie werden durch Braten oder Backen nicht zerstört, jedoch beim Kochen. Deshalb sollte das Gemüse eher gedünstet werden.  Zudem sollte immer wenig Wasser benutzt werden. Besser nur Wasserdampf. In Kochwasser sind die Salvstrole für immer verloren. Wer hätte das geahnt…

Sulforaphan
ist eine besonders wichtiger sekundärer Pflanzenstoff. Er beeinträchtigt die Funktionstüchtigkeit bestimmter Eiweiße und läßt Krebszellen absterben. Laut Studie der Deutschen Krebsforschungsgesellschaft bekämpft Sulforaphan sogar Krebsstammzellen. Zudem hat der Stoff keimtötende Wirkung auf Bakterien, die im Magen Entzündungen verursachen.
Sulforaphan kommt vor allem in Kreuzblätlern vor: Kohl, Senf, Kresse, Rettich, Meerrettich, Raps, Brokkoli. Besonders viel enthalten frische Brokkolisprossen.

Was sollten oder können Sie aus guten Gründen jeden Tag essen?
a) Alle Kohlsorten. Sie behindern die Entwicklung von Tumoren.Bereiten Sie alle Kohlsorten möglichst im Dampfgarer zu. Oder essen Sie Kohl auch gerne roh (Rettich, Krautsalat, Brokkoli)
b) Frische Tomaten (möglichst biologisch angebaut). Die Anti-Krebswirkung haben die Tomaten vor allem durch das Lycopin. Eine Tomatensuppe mit Knoblauch und Traunbenkern- oder Walnussöl ist ideal als Anti-Krebsnahrung.
c) Zwiebeln und Knoblauch enthalten viel Quercetin. Wichtig ist, dass sie keine neu gezüchteten Zwiebeln kaufen, sondern jene, die scharf sind und eventuell in den Augen brennen. Ansonsten ist Quercerin dort nur noch marginal enthalten. Die ideale Zubereitung verlangt, dass Sie Knoblauch und Zwiebeln klein schneiden und in etwas Öl zehn Minuten ziehen lassen. Das Allicin in Knoblauch ist nicht hitzebeständig. Deshalb sollte Knoblauch immer erst ganz zum Schluss erhitzt werden. Tsatsiki ist ideal, da hier Knoblauch und Zwiebeln roh gegessen werden.
d) Zitrusfrüchte. Sie enthalten in der Schale große Mengen Polyphenole, die stark entzündungshemmend wirken. Außerdem greifen sie in den Vermehrungszyklus von Krebszellen ein. Sie können alle Salate mit fein geriebener Zitronen- oder Orangenschale verfeinern.
e) Beeren, egal ob Himbeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren rot oder schwarz –  alle Beeren liefern große Mengen Polyphenole, die krebshemmend wirken. Nebenbei wirken Beeren hemmend auf den Alterungsprozess der Zellen. Am besten genießen Sie die Beeren roh und ungezuckert. Aber Achtung: Alle Beeren enthalten auch Kohlehydrate. Tiefgefrorene Beeren haben übrigens die gleiche Wirkung.
f) Pistazien und Walnüsse gehören neuesten Forschungen zufolge ebenfalls zu den Antikrebsfrüchten. Das ergaben Untersuchungen in den USA. Bei Walnüssen wird die hohe Konzentration an Omega-2-Fettsäuren für die gesunde Wirkung verantwortlich gemacht. Bei Pistazien suchen die Forscher noch den Wirkstoff.
g) Kurkuma (Curcumin) gilt als einer der besten Antikrebsstoffe schlechthin. Im Ayurveda ist Kurkuma das absolute Gesundheitsmittel. Es begünstigt das Absterben von Krebszelle und wirkt der Metastasenbildung entgegen. Curcumin wird jedoch schnell im Körper durch die Leber und Darmschleimhaut abgebaut. Das kann durch den Einsatz von Pfeffer verhindert werden. Curcumin ist zudem sehr lichtempfindlich und sollte immer in Dosen aufbewahrt und trocken und kühl gelagert werden.
h) Milchprodukte. Schwedische Forscher entdeckten durch Zufall in der menschlichen Muttermilch einen Protein-Fettsäure-Komplex, der Krebszellen effizient abtötet, gesunde Zellen jedoch unberührt lässt – HAMLET genannt. Der Komplex interagiert mit Tumorzellmembranen und aktiviert im Zellkern die Apoptose (Selbstzerstörung) der Tumorzellen. Ein ähnlicher Komplex kommt auch in Kuhmilch vor (BAMLET). Über Milchprodukte können Sie folglich krebshemmende Wirkstoffe zu sich nehmen. Allerdings sollten Sie eher vergorene Milch (Buttermilch, Joghurt) zu sich nehmen, da diese nicht den Blutzuckerspiegel erhöht.