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Die Kartoffel – eine Zauberdroge fürs Gehirn und gegen Bluthochdruck

Die Kartoffel ist besser als jede Droge vom Schwarzmarkt. Legal, günstig und leicht zu verarbeiten ist sie. Die Kartoffel macht munter, verscheucht Müdigkeit und erhöht die Konzentrationsfähigkeit. Wer hätte das gedacht. Aber der Reihe nach.

Die Kartoffel enthält bis auf Selen alle wichtigen Mineralien und Spurenelemente. Sie ist reich an Magnesium, Kalium, Phosphaten und enthält zudem noch Natrium und Kalzium.

Das Kartoffel-Kalium wirkt entwässernd und ist für die Zellversorgung mit anderen NüBemerkenswert ist der hohe Vitamin C-Anteil in der Kartoffel, immerhin 20 Milligramm in 100 Gramm Kartoffel. In der Schale stecken zudem B-Vitamine und sehr viel Niacin. Dieses Niacin ist für den Fettstoffwechsel wichtig. Und dann gibt es in der Kartoffel noch Folsäure für die Nervenregulation, Blutbildung und das Körper-Wachstum. Kartoffeln sind reich an Ballaststoffen und wirken hervorragend zur Darmregulierung.

Aber das Interessanteste zum Schluss: Die in der Kartoffel enthaltenen Kohlenhydrate sind komplexer Natur und werden im Darm in einem stundenlangen Prozess gespalten und dem Blut zugeführt. Sie versorgen Nerven und Gehirn mit Glukose und heben den Blutzuckerspiegel leicht an. Genau dieses leichte Anheben des Blutzuckerspiegels und der stundenlange Abbauprozess machen munter und erhöhen die Konzentrationsfähigkeit. Und zwar über einen längeren Zeitraum und nicht so puschend wie Schokolade.

Kartoffeln machen nicht dick, wie manche Ernährungsexperten behaupten. Das Gegenteil ist der Fall, sie regulieren insgesamt den Zuckerstoffwechsel in äußerst positiver Art, wie wir gesehen haben.

Und noch ein Tipp: Wer den Blutdruck senken möchte, sollte mehr Kartoffeln essen. Verantwortlich für den Ersatz von Medikamenten in der Bluthochdrucktherapie ist der hohe Kaliumgehalt in der Kartoffel.

 

(aus: Klaus Oberbeil/Dr. Christiane Lentz, Obst und Gemüse als Medizin, Seite 130; ISBN 978-3-517-09304-8)