Danke für die vielen Anregungen und Tipps für den Praxisalltag.
10.05.2016
Das Risikoparadox: Warum wir uns vor dem Falschen fürchten
10.05.2016

Das rasante Gehirn

Eine Nervenzelle im Gehirn feuert bis zu 200 mal in der Sekunde. Die enorme Kooperationsleistung möchte ich am Beispiel des Sehens verdeutlichen. In der Sehrinde kommen alle optischen Eindrücke eines Menschen an. Hier werden sie dann verteilt. In der einen Region erkennen wir die Bewegungsrichtung, in einer anderen die Form. In einer nächsten die Farbe. Alle Teile werden dann jedoch in einer gesonderten Region zusammengesetzt – schätzungsweise aus 100 Arealen werden die Daten zu einem Gesamtbild vereint. So wird dann ein Abbild von der Außenwelt geschaffen.
Allein die Gesichtererkennung läuft so schnell und komplex, dass hiermit kein Computer mithalten kann. Eine Einheit unterscheidet zwischen vertrauten Informationen und fremden. „Kenne ich, kenne ich nicht“. Andere sorgen für Objektkonstanz, weshalb wir weiter entfernte Personen nicht als kleiner einschätzen. Wiederum andere Einheiten konentrieren sich auf Details, weshalb wir Freunde am Hinterkopf oder auch mit Sonnenbrille oder neuer Frisur erkennen. Schottische Psychologen haben sogar eine Zellgruppe entdeckt, die sich nur auf das Erkennen von Gesichtern konzentriert.